Marihuana – Ein Überblick, Studien etc.

By admin3 on February 4, 2019 in Allgemein

Marihuana

Marihuana, CBD, Cannabis

Was ist CBD?

CBD bzw. Cannabidiol ist ein Produkt der Hanfpflanze (Marihuana). Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes psychoaktives Cannabinoid. Hanf ist als die älteste Nutzpflanze weltweit bekannt. Es hat grundsätzlich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. So werden die Fasern beispielsweise für die Herstellung von Textilien verwendet. Auch Papier ist vor über 2.000 Jahren schon aus Hanf hergestellt worden. Künstler wie Rembrandt fertigten ihre Ölgemälde auf Hanfpapier. CBD ist in Deutschland grundsätzlich verschreibungspflichtig. Zudem sind Cannabidiol-Präparate auf dem Markt, die sich im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel wiederfinden. Hier liegt noch keine klare rechtliche Einstufung vor.

Was ist CBD Öl?

Das CBD Öl wird aus dem Faserhanf gewonnen. Zugelassen sind etwa 50 Hanfsorten. Für den Anbau bedarf es einer Genehmigung und der Verwendung speziellen Saatguts. Die Ernte wird in der Zeit von Juli bis September durchgeführt. Die Ernte der Samen erfolgt einen Monat später. Aus den Samen kann das Hanföl gewonnen werden. Dies geschieht mithilfe einer Ölmühle und Temperaturen zwischen 40 und 60 Grad. Nach dem Pressen werden dem Öl noch Extrakte des CBD zugeführt, um es noch wertvoller und hochwertiger zu machen. Da in dem Öl kein THC enthalten ist, ist das Öl auch legal erhältlich. CBD Öl enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Hier seien vor allem Proteine und Mineralstoffe erwähnt. Aber auch Vitamine, Ballaststoffe und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind enthalten. Omega-3 und Omega-6 sind ebenfalls enthalten, genauso wie Gamma-Linolensäure und zahlreiche Spurenelemente, Chlorophyll und Carotinoide. An Cannabinoiden enthält das CBD Öl CBC, CBD,CBDA, CBG und CBN. Diese Stoffe wirken unter anderem entzündungshemmend, schmerzlindernd, antibakteriell, leicht psychoaktiv sowie gegen Beschwerden wie Migräne, Krämpfe und Entzündungen. Das Öl wurde selbst in der Krebsmedizin schon erfolgreich eingesetzt. Das CBD Öl kommt also in erster Linie im gesundheitlichen Bereich vor und wird bei verschiedenen Krankheiten zur Unterstützung der Heilung eingesetzt. Aber auch eine Rauchentwöhnung soll mit CBD Öl leichter gelingen. Zudem kann es wirksam Schlaflosigkeit bekämpfen. Bei Stress und Nervosität wirkt das öl beruhigend. Eine unreine Haut oder gar Akne kann durch die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung geheilt werden. Zudem lässt sich einer Diabetes Erkrankung vorbeugen. Die Krankheitssymptome bei Fibromalgie lassen sich ebenfalls signifikant abmildern. Die positive Wirkung auf den Darm hilft auch bei Morbus Crohn. Asthma und Allergien lassen sich mit dem Öl behandeln, da auch das Immunsystem gestärkt wird. Selbst Nervenkrankheiten, Parkinson oder Alzheimer kann mit CBD Öl entgegengewirkt werden. Bei allem Nutzen hat CBD Öl nur sehr wenige Nebenwirkungen. Meist sind diese auf eine Überdosierung zurückzuführen und äußern sich in Schläfrigkeit oder Übelkeit und Durchfall. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sollten vorher mit dem Arzt abgeklärt werden.

Wie wirkt CBD?

Die Wirkung von Cannabidiol ist pleiotrop. Das heißt, dass sowohl Wirkung als auch Nebenwirkung auf unterschiedliche Art und Weise ausgelöst werden können. Vermutet wird, das die Wirkung sich im Bereich der Mitochondrien auf den Ionenkanal konzentriert. Es wird in der Medizin eingesetzt und wirkt dort krampflösend, entzündungshemmend sowie angstlösend und ist ein wirksames Mittel gegen Übelkeit. CBD ist in dem arzneilich verwendeten Hanfextrakt Nabiximol enthalten. Dieses wird vor allem bei multipler Sklerose als Spasmolytikum eingesetzt. Auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen soll CBD ein wirksames Heilmittel sein, da es eine immunsupprimierende Wirkung hat. Es wird weiter bei affektiven Störungen verwendet. Ein weiterer Nutzen könnten die neuroprotektiven Wirkungen sein. Zudem kommt es bei der Epilepsie bei Kindern wirkungsvoll zum Einsatz und es kann Bluthochdruck bekämpfen.

Was ist CBD Liquid?

CBD Liquid oder CBD E-Liquid ist eine Flüssigkeit, die im Bereich der E-Zigaretten oder Stift-Vaporizer zum Einsatz kommt. Andere Begriffe sind auch E-Juice oder Vape Oil. Die Flüssigkeit dient dazu, in der E-Zigarette zu verdampfen. Dieser Dampf wird inhaliert und gelangt so direkt in den Blutkreislauf. Die Wirkung gleicht der des CBD Öls. Es ist schmerzlindernd, hilft bei Angstzuständen und Schlaflosigkeit, wirkt entzündungshemmend, verbessert die Laune und hilft bei Wechseljahrsbeschwerden. Zudem wirkt es der psychoaktiven Wirkung von THC entgegen. Es macht nicht high und kann zur Raucherentwöhnung eingesetzt werden. Dabei gibt es das CBD Liquid in unterschiedlichen Dosierungen – von 100mg bis zu 1.000 mg. Dies ist die Menge des enthaltenen Cannabidiols. Die Legalität ist in Deutschland noch nicht zweifelsfrei geklärt. Solange ein gewisser Grenzwert des enthaltenen Nikotins nicht überschritten wird, ist E-Liquid legal.

Was ist Marihuana?

Marihuana wird ebenfalls aus der Hanftpflanze gewonnen – und zwar aus den Blüten und Blättern. Diese werden getrocknet und zerkleinert. In dem Marihuana ist im Gegensatz zu CBD THC enthalten. Meist findet man eine Dosierung von 0,5 bis 5 Prozent vor. Dieser Stoff sorgt für die psychoaktive Wirkung und erzeugt das Gefühl des „Highseins“. Eine stärkere Variante des Stoffes ist Hasch oder auch Dope oder Shit genannt. Hierin befinden sich zwischen 10 und 30 Prozent des THC. Cannabis wird geraucht, inhaliert oder getrunken. Meist wird mithilfe eines Zigarettenpapiers ein sogenannter Joint gedreht. Anschließend werden die Dämpfe inhaliert. In der Folge steigen die Herzfrequenz und der Blutdruck. Die Pupillen erweitern sich und Mundraum und Hals können trocken werden. Alle Muskeln entspannen sich und Reaktionen gelingen nur verzögert. Die Stimmung wird kurzzeitig aufgehellt. Die Wirkung tritt meist sehr schnell ein. Der Rausch selbst dauert zwischen 2 und 4 Stunden. Aber auch Nebenwirkungen können auftreten. Auch die Konzentrationsfähigkeit sinkt. Schwindel kann eine mögliche Folge sein, aber auch Halluzinationen, Angst- und Panikzustände. Weiter kann der Genuss von Cannabis zu einer Abhängigkeit führen. Die Motive, Marihuana zu konsumieren, sind unterschiedlich. Zum einen ist die berauschende Wirkung. Zum anderen können dies aber auch Gruppenzwang oder eine Problembewältigung sein.

Legalität

Die Legalität ist von Land zu Land unterschiedlich. Legal sind zum Beispiel in der Schweiz sowohl das Papier, die Netze und Duftsäcken. Cannabis mit einem THC-Gehalt von unter 1 Prozent ist ebenfalls erlaubt. Alles, was darüber liegt, unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. In Deutschland ist der Cannabiskonsum verboten. Lediglich bei einer medizinischen Indikation kann im Einzelfall eine Zulassung geprüft werden. Der Konsum und Vertrieb stehen ansonsten unter Strafe. Eine Legalisierung hätte weitreichende Konsequenzen. Ein leichterer Zugriff kann die Zahl der Abhängigen nach oben treiben, da die Hemmschwelle nicht mehr da ist und die Versuchung wächst. In Deutschland konsumieren etwa 3 bis 4 Prozent der Bevölkerung Cannabis. Das sind zwischen 200 und 400 Tonnen Marihuana pro Jahr. Politische Stimmen lassen verlauten, dass die „Kriminalisierung unzeitgemäß sei und hohe Kosten verursache“. Der Schwarzmarkt würde bekämpft, wenn eine kontrollierte Abgabe des Stoffes an Erwachsene zulässig wird. Letzten Endes ist jeder selbst dafür verantwortlich, wie er mit seiner Gesundheit umgeht. Nikotin und Alkohol sind nicht unbedingt weniger schädlich und auch legal in Deutschland. Die Schäden des Konsums sind natürlich auch maßgeblich davon abhängig, wie hoch der Konsum ist und wie gesund der Mensch ist, der konsumiert.

 

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