CBD kaufen: was zu beachten ist und Preisvergleiche

CBD kaufen: was zu beachten ist und Preisvergleiche

By admin3 on April 19, 2017 in Tipps und Infos

Wann immer von Cannabis die Rede war, dachten Menschen in der Vergangenheit an Rauschwirkungen, Drogenkonsum und THC als Auslöser verzerrter Wahrnehmungen. Tatsächlich liegen aber neben dem psychoaktiven THC noch andere Cannabinoide im Hanf vor. Zudem ist Hanf nicht gleich Hanf. Das berauschende THC entstammt der männlichen Hanfpflanze. Das nicht berauschende CBD stammt aus dem weiblichen Industrie- oder Faserhanf. CBD kaufen ist eine Option.

Im Unterschied zum THC werden dem CBD medizinische Wirkungen auf breiter Basis zugeschrieben. Dennoch gelten entsprechende Präparate bisher als Nahrungsergänzung. Der Grund liegt darin, dass es trotz zahlreicher wissenschaftlicher Labor- oder Tierstudien noch zu wenige Langzeitstudien und kaum exakte Erkenntnisse über die Wirkmechanismen von CBD gibt. De facto wird aber die heilwirksame Wirkung von CBD allgemein anerkannt. Daher wurde medizinischer Cannabis in Form von CBD in vielen Staaten der Erde legalisiert.

Cannabidiol, kurz CBD, ist als eines von mittlerweile 90 identifizierten Cannabinoiden vor beliebt. Es gilt vielen als Wunderwaffe gegen verschiedene Beschwerden und Erkrankungsfolgen. Daher informieren wir an dieser Stelle über wichtige Fragen rund um CBD.

Was macht CBD besonders?

CBD, als Abkürzung für Cannabidiol in Umlauf, ist ein chemischer Wirkstoff, der zur Gruppe der Cannabinoide gehört. Diese sind natürliche Produkte aus Hanfpflanzen. CBD und THC sind ähnlich aufgebaut. Sie haben sogar eine ziemlich identische chemische Formel. Sowohl im Aussehen, wie im Geruch könnte man beide kaum unterscheiden. Beim CBD kann allerdings eine geringfügige Abweichung bei der molekularen Struktur festgestellt werden. Das genügt, um dieses Cannabinoid als nicht psychotrop zu kennzeichnen. CBD erzeugt – im Gegensatz zum THC – keine berauschenden Wirkungen.

Der im Handel legal erhältliche medizinische Cannabis enthält meistens zehn bis 20 Prozent CBD. Der Restgehalt an THC ist so gering, dass er 0,3 bis 0,7 Prozent nicht überschreitet. Je weniger THC in CBD Öl enthalten ist, desto reiner und hochwertiger ist das CBD-Produkt. Nun lässt sich aber eine Faserhanfpflanze nicht ohne langwierige Zuchtergebnisse dahingehend trimmen, einen besonders hohen CBD-Gehalt zu entwickeln.

CBD ist vor allem in den oberen Pflanzenteilen und Blüten anzutreffen. Die meisten Hanfpflanzen haben einen CBD-Anteil von 4 Prozent. Bisher war logischerweise der THC-Gehalt wesentlich interessanter. Der industrielle Hanf wird erst jetzt wirtschaftlich interessant. Entsprechende Zuchtergebnisse werden in den nächsten zehn Jahren vorliegen. Der industrielle Faserhanf gehört zur Sorte Cannabis Sativa Linnaeus. CBD stammt aus dem weiblichen Hanf, der kaum psychoaktive Substanzen enthält.

Wo können Interessenten CBD kaufen?

Für CBD Öl gibt es derzeit zahlreiche europäische Anbieter, unter anderem in Deutschland, Dänemark, Österreich, den Niederlanden oder der Schweiz. Jeder Händler, den wir hier benennen, führt CBD Öl in unterschiedlichen Konzentrationen. Zusätzlich haben die meisten ein variables Hanfprodukte-Sortiment, das individuell zusammengestellt wird. Wer CBD kaufen möchte, kann folgende Einkaufsquellen nutzen:

Nordic Oil
CandroPharm
Seedsman
CBDKaufen
CBD-Care
Hempamed
Cannawelt
Elixinol
MediHemp
Bio CBD
Sensi Seeds
Cannawelt
Weed Seed
Dutch Headshop
oder CBD Vital

Die meisten CBD Öle haben einen CBD-Gehalt von bis zu 1,0 Prozent. Bei einem 0,6-prozentigen CBD Öl ist lediglich mit schwachen Wirkungen zu rechnen. Manche Hanfshops bieten CBD Öl mit einem CBD-Gehalt von über 6,0 Prozent an. Solche CBD Öle entstammen hochwirksamen Cannabissorten, die nur selten vorkommen. Unser Rat: Kauft Eure CBD Öle nur bei seriösen Onlineshops. Bevorzugt bekannte Hersteller. Achtet auf das COA-Analysezertifikat. Außerdem sollte die Packung- oder die Packungsbeilage besagen, welche aktiven Cannabinoide enthalten sind und worin diese gelöst wurden. Meistens sind es Hanföl, Olivenöl, Alkohol und anderes. Der Kunde erwartet außerdem akkurate Dosierungs- und Mengenangaben.

Eine Warnung sei an dieser Stelle platziert. Viele Menschen, die CBD kaufen möchten, achten nicht auf seriöse Einkaufsquellen. Sie kaufen nach dem günstigsten Preis. So kommt es, dass viele Kunden vermeintlich günstiges CBD kaufen, ohne dass das Produkt einen nennenswerten CBD-Gehalt hätte. Der Hype um medizinischen Cannabis sorgt dafür, dass unseriöse Trittbrettfahrer sich am Geschäft beteiligen möchten. Die amerikanische “US Food and Drug Administration” testete 2015 und 2016 zahlreiche CBD Öle. Einige Produkte enthielten keinerlei CBD. Andere weniger als angegeben. Daher wird oft viel Geld für wenig Wirkung bezahlt. Interessenten, die CBD kaufen und sich vorab informieren möchten, sollten nach den “Warning Letters” der FDA googeln.

Ist es legal, CBD kaufen zu wollen?

CBD ist dank seines geringen THC-Gehalts ein nicht berauschendes Cannabinoid. Somit unterliegen CBD-Präparate nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Sie sind legal erhältlich. Seit 2011 gilt außerdem, dass Cannabis mit einem THC-Gehalt, der unterhalb eines Prozents liegt, ebenfalls nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Es ist folglich ebenso legal.

CBD vs. THC

THC und CBD sind unter Cannabiskennern die bekanntesten Cannabinoide. Trotz aller Ähnlichkeiten in der Formel sind sie grundverschieden. THC ist das Kürzel für Tetrahydrocannabinol. Es handelt sich dabei um den psychoaktiven Bestandteil des Marihuanas, als “weiche” Rauschdroge zu Ehren gekommen. THC macht high und euphorisch. Das liegt daran, dass die Cannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Gehirn von THC angesprochen werden. Unter Einfluss von THC verändern sich die Wahrnehmung der Umgebung, die Koordination, oder die kognitive Fähigkeiten. Außerdem wird der Appetit stimuliert.

CBD ist hingegen keine psychoaktive Substanz. High wird man damit nicht. Die Wirkungsweise des CBDs ist vorrangig medzinisch zu sehen. CBD entfaltet einen gesundheitlichen Nutzen. Es lindert Schmerzen, Angstzustände, Schlafstörungen, Spastiken und andere Beschwerden. Zukünftig könnte CBD dank seiner spezifischen Eigenschaften als Antidepressivum oder Antipsychotikum nützlich sein. Um die exakte Wirkungsbreite von CBD festzustellen, sind allerdings weitere Forschungsvorhaben nötig.

Menschen, die jetzt schon CBD kaufen, verlassen sich darauf, positive Gesundheits-Effekte zu erleben. Manche hoffen aber auch, dass CBD eine Art legales Marihuana ist und wollen es deshalb kaufen. Der THC-Gehalt ist aber derart niedrig, dass keine berauschenden Effekte zu erwarten sind.

Welche Produkte mit CBD gibt es zu kaufen?

Mittlerweile gibt es zahlreiche CBD Produkte im Handel. Die wichtigsten sind CBD Öl, CBD Pasten, CBD Kapseln, CBD Creme, CBD Lippenpflegestifte, CBD-haltige e-Liquids mit oder ohne Nikotingehalt oder CBD Kristalle. Bei einigen Händlern sind außerdem CBD Blüten zu erhalten.

Lohnenswert ist ein Vergleich der angebotenen Dosierungen und der Qualitäten von CBD-Produkten. CBD Öle werden beispielsweise je Anbieter in sehr unterschiedlichen Dosierungen angeboten. Zu den 5-, 15- und 20-prozentigen CBD Ölen bei NordicOil gesellen sich bei anderen Anbietern weitere Dosierungen. Nordic Oil bietet dafür höher dosierte CBD Pasten an. Jeder Anbieter setzt bei seinem Sortiment seine eigenen Prioritäten.

Die enthaltene Menge an CBD in einem Produkt besagt aber nicht unbedingt etwas über dessen bessere Qualität, intensivere Wirkungen oder höhere Reinheit. Die beste Qualität findet sich nach allgemeiner Auffassung bei Vollspektrum CBD Produkten. Davon abgesehen sollte der angegebene CBD Gehalt nachweislich gegeben sein. Über kurz oder lang werden sich manche Anbieter von anderen absetzen – zum Beispiel durch negative Kundenrezensionen oder positive Testergebnisse.

CBD Wirkung

Über die Wirkung von CBD-haltigen Hanfprodukten sind bereits über 50.000 Studien entstanden. Die meisten davon sind Tierstudien, Laborstudien, Befragungen, Literaturstudien oder kurze Forschungsvorhaben mit wenigen menschlichen Probanden. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sind bereits interessant und durchaus übertragbar auf den Menschen. Der Grund liegt darin, dass jedes Säugetier ein Endocannabinoid-System mit entsprechenden Rezeptoren hat. Außerdem produzieren alle Säugetiere eine gewisse Menge Endocannabinoide.

Um aber exakte Dosierungen zu ermitteln oder eine Erklärung dafür zu finden, warum und wie genau CBD auf bestimmte Erkrankungsfolgen wirkt, sind Langzeitstudien mit ausreichend hohen Probandenzahlen notwendig. Die Pharmaindustrie hat allerdings bisher keinerlei Interesse, solche Studien zu finanzieren und durchzuführen. Daher werden es die Start-ups im Bereich medizinischer Cannabis tun müssen. Die bisher vorliegenden CBD-Studien sind in der amerikanischen Nationalbibliothek unter der Rubrik “Medizin” erfasst.

Viele Patienten profitieren bereits von den medizinisch nutzbaren Effekten des CBDs. Bisher können viele Verwender, die CBD kaufen, CBD-Präparate ohne Rezept oder nur auf Privatrezept erwerben. Die anfallenden Kosten dafür sind recht hoch. Nur bei einer kleinen, schwer kranken Patientenzahl übernehmen die Krankenkassen bisher die Kosten für Verordnungen von CBD-Präparaten. CBD wird bei Schmerzen, Entzündungen, Übelkeit infolge einer Chemotherapie, bei Magenproblemen, Diabetes-Neuropathien, Schlafproblemen, als Begleittherapie bei Suchterkrankungen, bei Epilepsie, Spastiken, Bewegungsstörungen bei Parkinson, Schizophrenie oder posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt.

Interessant ist, dass es bereits Gedankenspiele gibt, bei denen THC und CBD zusammen einen therapeutischen Nutzen entfalten sollen. Manche Krebspatienten rauchen beispielsweise Marihuana, um ihre Schmerzen zu lindern. Ob das immer legal ist, soll hier nicht diskutiert werden. Fakt ist aber, dass einige dieser Patienten die Erlaubnis dafür haben, Cannabis für den Eigenbedarf anzubauen.

In Bezug auf Krebs ist erweisen, dass schwere Übelkeit durch eine Chemotherapie mit CBD gelindert werden kann. In der Erforschung sind die zellhemmenden Eigenschaften des CBD. Diese könnten sich neben den bereits bekannten schmerzlindernden und angstmindernden Effekten bei der Behandlung verschiedener Krebserkrankungen als nützlich erweisen.

Preisgestaltungen

Die Preisgestaltung der Händler von CBD-Produkten ist ebenso frei wie deren Gestaltung der Produktpalette. Von daher ist es schwer, Vergleiche zu ziehen. Zudem sagt ein günstiger Preis nichts über die Qualität eines CBD-Produktes aus. In Gedanken an Feststellungen der amerikanischen FDA über den mangelnden Gehalt an CBD in getesteten Produkten sind Zweifel angebracht, ob ein günstiger Preis vergleichbare Qualität bedeutet. Die Interessenten sollten bevorzugt dort CBD kaufen, wo sie die beste Qualität erhalten.

Generell lässt sich ein Preis aus zwei Perspektiven heraus betrachten. Relativ günstig sind niedrig dosierte CBD-Produkte, beispielsweise CBD Öl. Dieses eignen sich am besten für Menschen, die erstmals CBD kaufen. Menschen, die für sich bereits eine Dosis ermittelt haben, die ihre Beschwerden lindert, werden bevorzugt das höher dosierte CBD Öl kaufen. Fakt ist, dass hier der Preis pro Tropfen bzw. Milligramm niedriger ausfällt.

Die Preise eines Anbieters sind also immer in Relation zu anderen Parametern zu sehen. Wer eine Tabelle mit aktuellen Angeboten zum Vergleich einsehen möchte, kann das hier tun. Eine Garantie, dass diese Preise noch gelten, können wir nicht geben. Es geht hier nur darum, dass es immer wieder Angebote gibt, die genutzt werden können.

Ein wichtiges Kaufkriterium sollte neben dem Preis und der Qualität auch sein, ob es sich um ein schonend hergestelltes Vollspektrum-Präparat handelt oder nicht. In einem Vollspektrum CBD-Präparate ist neben dem angegebenen CBD-Gehalt auch das komplette Spektrum an Terpenen oder sekundären Pflanzenstoffen enthalten. Um den Preisvergleich einmal an einem aktuellen Beispiel festzumachen, vergleichen wir den Preis von CBD Öl der Firma NordicOil in verschiedenen Dosierungen.

Dieses Vollspektrum CBD Öl aus Skandinavien hat einen 0,1 Prozent liegenden THC-Gehalt, ist also hochgradig rein. Bei dem Fläschchen mit 5-prozentigem CBD Öl ist der Preis pro Fläschchen mit 39,90 Euro relativ niedrig. Bei einer Dosis von 1,7 Milligramm CBD je Tropfen kostet ein Milligramm CBD Öl exakt 7,8 Cent. Im Vergleich dazu kostet das 15-prozentige CBD Öl in gleicher Qualität pro Fläschchen 99 Euro. Hier ist die Dosis mit 5 Milligramm je Tropfen höher, der Verbrauch an Tropfen fällt also niedriger aus. Der Preis eines Milligramms CBD liegt bei günstigeren 6,6 Cent.

Wer erstmals CBD kauft, möchte vermutlich nicht gleich mit der höheren CBD-Dosis beginnen und 99 Euro oder mehr investieren, um einen Test mit CBD vorzunehmen. Insofern machen die angebotenen Dosierungen von NordicOil aus verschiedenen Perspektiven und Überlegungen Sinn.

Cannabis gegen Krebs – Wahrheit oder Lüge?

Cannabis gegen Krebs – Wahrheit oder Lüge?

By admin3 on April 19, 2017 in Schmerzen & Krankheiten

Cannabis gegen Krebs – Wahrheit oder Lüge?
Cannabis stand bis jetzt in keinem guten Ruf, außer bei den Marihuana-Konsumenten. Diese konsumierten die Pflanzenteile gesetzwidrig als weiche Droge – vor allem wegen ihres THC-Gehalts, der eine psychogene Wirkung hat. Jenseits dieser Betrachtungsweise konnte sich die Hanfpflanze in neuerer Zeit durch ein weiteres Cannabinoid Beachtung verschaffen: CBD. Dieses Cannabinoid ist nicht psychoaktiv, sondern medizinisch relevant. Eine spannende Frage, die selbst medizinische Experten umtreibt, ist: Kann Cannabis gegen Krebs helfen?

Einsatzgebiete von CBD-Präparaten

Tatsächlich ist das Einsatzgebiet für CBD-Produkte erstaunlich breit. Es betrifft neben zahlreichen Erkrankungen auch Krebs. Die enorme Wirkbreite von CBD wird mit der Tatsache erklärt, dass alle Säugetiere ein körpereigenes Endocannabinoid-System haben. Der Organismus stellt selbst Cannabinoide her, um durch ein breit verteiltes Netz von Rezeptoren ausgleichende Einflüsse geltend zu machen. Das sorgt für die sogenannte Homöostase: einen balancierenden Ausgleich zwischen parallel oder hintereinander ablaufenden biochemischen Prozessen. So verlaufen alle körperinternen Prozesse harmonisch.

Da CBD-Präparate trotz des Mangels an Langzeitstudien in vielen Kontexten medizinischen Nutzen entfalten, sind viele der potenziellen Einsatzgebiete bereits bekannt. Medizinischer Cannabis wird erfolgreich bei

bestimmten Epilepsien von Kindern und Erwachsenen
Bewegungsstörungen bei Parkinson-Patienten
Spastiken und Muskelkrämpfen bei bestimmten Behinderungen
muskulären Problemen
Arthritis und Arthrose-Schmerzen
Fibromyalgie
Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie
Panikattacken und Angsterkrankungen
Schlafstörungen
diabetischen Neuropathien
posttraumatischen Belastungsstörungen
Stresserkrankungen und Burn-out
Alzheimer Demenz
Asthma
Allergien
Morbus Crohn und anderen entzündlichen Darmerkrankungen
Rheuma
und Krebs

eingesetzt. Der Knackpunkt, um den es Forschern zukünftig geht, ist nicht, ob CBD wirksam ist – sondern wie genau CBD oder THC wirken, und welche biochemischen Prozesse dabei mitwirken.

Mehr Wissen darüber zu erlangen, könnte multimodale Krebs-Therapien entstehen lassen. Die Forscher können außerdem wirksame Dosierungen oder Kombinationen mit anderen Pflanzenteilen bzw. chemischen Substanzen ermitteln, um speziellere Therapiekonzepte für bestimmte Krebserkrankungen zu erarbeiten. Insbesondere soll die Frage erforscht werden, ob Cannabis gegen Krebs mehr als nur begleitend eingesetzt werden kann – und wenn ja, in welcher Weise und bei welchen Krebsformen in besonderem Maße.

Bisher gilt Cannabis gegen Krebs als ergänzendes Therapeutikum zu schulmedizinischen Krebstherapien. Diesem Ansatz öffnet sich die Ärzteschaft allerdings eher zögerlich. Meistens sind es die Patienten selbst, die die Sprache auf Cannabispräparate bringen, oder bereits selbstfinanzierte Experimente damit vorgenommen haben. Mit ärztlicher Hilfe können Krebspatienten heute Cannabis auf Privat- oder Kassenrezept beziehen. Dabei gilt allerdings, dass die Krankenkassen nur bei ausbehandelten Patienten, bei denen es um Schmerzlinderung und die Verbesserung der Lebensqualität geht, die Kosten für Cannabispräparate übernehmen. Trotzdem nehmen heutzutage immer mehr Menschen Cannabis gegen Krebs ein. Sie genießen dadurch schmerzfreiere Tage, tieferen Schlaf, weniger Übelkeit, mehr Appetit und mehr Lebensqualität.

Nebenwirkungen

Positiv ist zu vermerken, dass bei Einsatz von Cannabis gegen Krebs nur in der Eingewöhnungszeit leichte mit mittelschwere Nebenwirkungen zu vermelden sind. Es kann zu Durchfall, Flatulenz, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Blutdruckabfall, Konzentrationsproblemen oder vermehrter Müdigkeit kommen. In der Regel sind das für viele Krebsbetroffene kleinere Übel.

Anwendung & Verwendung von CBD

Die Anwendung und Verwendung von CBD ist individuell unterschiedlich. Je nach Darreichungsform sind unterschiedliche CBD-Gehalte zu erwarten. Gemeinsam ist allen Verwendungen, dass CBD als Öl oder Paste langsam andosiert werden sollte, damit die anfänglich auftretenden Nebenwirkungen sich in Grenzen halten. Danach wird die Dosierung gesucht, die individuell als sinnvoll erscheint.

Eine oft ausreichende Dosis für den normalen Bedarf sind 5-10 Tropfen CBD dreimal am Tag. Es kann bei Krebs mit starken Schmerzen zu sehr viel höheren Dosen kommen, sodass hier keine Empfehlung gegeben werden kann. Gegebenenfalls ist die Verwendung und Dosierung von CBD mit dem behandelnden Onkologen abzustimmen. Ob CBD als E-Liquid, Kapsel, CBD Paste, Tablette oder CBD Öl zugeführt wird, ist unterschiedlich.

Ist bewiesen, dass Cannabis gegen Krebs hilft?

Zumindest gibt es starke Anhaltspunkte, dass CBD Öl gegen Übelkeit nach einer Chemotherapie hilft. Cannabis stellt auch bei krebsbedingten Schmerzen ein wirksames Mittel dar. CBD wirkt entzündungshemmend und appetitanregend, was bei Krebs hilfreich ist. Ein Problem ist die Fatigue genannte Erschöpfung nach Strahlenbehandlungen.

Problematisch am Krebs ist die Verschiedenartigkeit der Krebsarten. Manche sind aggressiv, andere schreiten nur langsam voran. Wenn Cannabis gegen Krebs eingesetzt wird, mindert es Leiden und nimmt Schmerzen. Schon 1950 ergaben erste Laborversuche, dass Cannabis eine hemmende Wirkung bei der Tumorentstehung haben kann. Seither sind krebshemmende Eigenschaften von CBD in der Erforschung. Fest steht, dass Cannabis Krebszellenkulturen, die sich in einer Petrischale befinden, abtöten kann.

Nicht nur CBD, sondern auch das berauschende THC könnte den Erfolg von Cannabis gegen Krebs sicherstellen. Synthetisch hergestelltes THC hemmt das Wachstum von Leukämie-Zellen oder Hirntumoren. Ähnliches ist bei anderen Krebszellarten und Versuchen mit anderen Cannabinoiden festgestellt worden. Interessant ist beim Einsatz von Cannabis gegen Krebs, wie genau die Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems angesprochen werden und das Immunsystem aktivieren, um dem Krebs Paroli zu bieten.

Krebs hebelt bestimmte innerkörperliche Mechanismen aus, die eigentlich beschädigte, entartete oder funktionsunfähige Zellen aussortieren sollen. Die Cannabinoide könnten durch die breit im Körper verteilten Rezeptoren in der Lage sein, diese Mechanismen wieder herzustellen oder überbrückend zu wirken. Die laufenden Tierversuche geben jedenfalls einen Anlass zur Hoffnung. Untersucht wird beispielsweise, ob Cannabinoide in der Lage sind, die Tumorversorgung durch neu gebildete Blutgefäße zu unterbinden. Dadurch würde ein Krebstumor von der Versorgung mit Nährstoffen abgeschnitten werden.

In Tierversuchen hatten die mit Cannabispräparaten behandelten Tiere mit Tumoren eine deutlich längere Überlebenszeit. Bei einem besonders aggressiven Hirntumor verliefen die Tierversuche so positiv, dass nun auch bei entsprechend erkrankten Menschen Cannabis verabreicht wurde. Das Ergebnis glich dem der Tierexperimente. Trotz ihres aggressiven Hirntumors überlebten die mit Cannabis-Präparaten behandelten Patienten deutlich länger. Interessant war auch, dass sich die Überlebenszeit bei manchem weit über das erwartete Maß hinaus verlängerte, bei anderen aber nur um einige Monate. Offensichtlich hängt es nicht nur von der Krebsart ab, sondern auch von anderen Parametern, wie eine Behandlung mit CBD anschlägt.

Bis Cannabis gegen Krebs als anerkanntes Heilmittel gilt, werden noch viele medizinische Studien und Langzeitstudien mit hohen Probandenzahlen ins Land gehen. Doch es ist bereits ein Gewinn, wenn Krebspatienten sich mit frei verkäuflichem CBD versorgen können, oder bei stärkeren Schmerzen Cannabis-Präparate auf Kassenrezept erhalten.

Wie kann Cannabis therapeutisch eingesetzt werden?

Derzeit werden CBD-haltige Präparate vor allem bei Übelkeit in Folge von Bestrahlung oder Chemotherapien begleitend zu anderen Medikamenten eingesetzt. Es geht vor allem darum, die Lebensqualität zu erhöhen. cannabis wird außerdem verabreicht, um unerwünschte Nebenwirkungen von Krebsmedikamenten auszuschalten. Da manche Schmerzmedikamente bei Krebspatienten keine ausreichende Linderung bewirken, kann zusätzlich oder ersatzweise Cannabis gegen Krebs eingesetzt werden. Viele Krebspatienten haben damit bereits Erfahrungen gemacht, bevor sie hoch dosiertes CBD auf Kassenrezept erhalten.

Gibt es entsprechende Studien?

Es gibt bereits zahlreiche Laborstudien, Tierexperimente und kleinere Studien an Krebspatienten. Das Thema “Cannabis gegen Krebs” ist ein zu wichtiges, um es zu ignorieren, auch wenn die Pharmaindustrie kein großes Interesse an eigenen Studien zeigt. Was trotz bereits erstaunlich umfangreicher Studienlage aber noch fehlt, sind spezielle Studien zu allen bekannten Krebsarten, die über einen langen Zeitraum und mit hohen Probandenzahlen durchgeführt werden.

Cannabis ist kein Allheilmittel. Wird Cannabis gegen Krebs eingesetzt, kommen oft Sativex Spray, THC-haltige Canemes-Kapseln, THC-haltiges Dronabinol oder THC-haltige Cannabisblüten zur Verwendung. Wer sich für den aktuellen Stand medizinischer Verwendungen von Cannabis interessiert, kann sich hier informieren.